The Breath; Cadotsch/Donkin/Downes; Yazz Ahmed

Kulturwerkstatt Auf AEG, Nürnberg.

Beschreibung Preis (inkl. Gebühren)? Menge
REGULÄR €27,00 (€27,00)
ERMÄßIGT €20,00 (€20,00)
MITGLIED NÜRNBERGER JAZZMUSIKER E.V. €15,00 (€15,00)
Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Nürnberger Jazzmusiker e.V. Wird an der Kasse geprüft. 

Mehr Informationen über The Breath; Cadotsch/Donkin/Downes; Yazz Ahmed Tickets

The Breath 
Kennengelernt haben sich die Sängerin Ríoghnach („Riana“ ausgesprochen) Connolly und der Gitarrist Stuart McCallum in dessen Heimatstadt Manchester, in die die gebürtige Irin mit 19 zog. Rasch wurde sie Teil der turbulenten und trubeligen Kunst- und Musikszene dieser Großstadt im Nordwesten Englands, wo die Kulturen der Welt wie selbstverständlich aufeinander treffen und sich in verschiedene Hybride verwandeln. Die Musik von Connolly und McCallum ist geradezu sinnbildlich für diese Mixtur – mit ihren Melodie-trunkenen Balladen der irischen Folk-Music, mit der harmonischen Emotionalität des Blues und der rhythmischen Komplexität des Jazz. Auf bislang zwei Alben haben Connolly und McCallum ihre Fusion der Stile ausprobiert. Aber gleichgültig, ob ihre Experimente glücken oder nicht, den beiden geht es vor allem darum, eine Musik zu spielen, die im Moment entsteht, bei der allenfalls der Rahmen festgelegt ist, um das Bild ad hoc aus dem Stegreif auf die Leinwand zu bringen. Nicht von ungefähr sind „Carry Your Kin“ und „Let The Cards Fall“ auch auf Peter Gabriels Real World Records erschienen, der Plattenfirma also, die wie nur wenig andere für den neugierigen Freigeist und das kreative Entdeckertum steht.

Ríoghnach Connolly - Gesang / Stuart McCallum - Gitarre


Cadotsch/Donkin/Downes Trio feat. James Maddren
Um das neue Trio der in Berlin lebenden, Schweizer Sängerin Lucia Cadotsch zu verstehen, muss man wohl erst einen Blick auf ihr Erfolgs-Trio Speak Low werfen. Seit 2015 singt sie mit den beiden gleichfalls in der deutschen Hauptstadt lebenden Schweden, Frans Petter Eldh (Bass) und Otis Sandsjö (Saxofon), bekanntere und unbekanntere Stücke aus dem „Great American Songbook“. Doch das ist es schon gewesen mit den Referenzen hinein in die Jazz-Historie. Die Art und Weise, wie sich die drei dieser altehrwürdigen Liedersammlung annähern, ist tatsächlich einmalig. Sie machen sich diese Songs so zueigen, als hätten sie nie etwas anderes getan.
Der Londoner Pianist und Organist Kit Downes ist als Gast auf der aktuellen Speak-Low-Platte zu hören. Mit ihm und seinem auch in Berlin lebenden Landsmann Phil Donkin am Bass erkundet Cadotsch die kammermusikalischen Aspekte und Kontexte von fremden und eigenen Songs. Gemeinsam feiern sie darin die Schlichtheit des Pop ebenso wie das kreative Experiment mit dem Material. Dafür braucht es beileibe kein Virtuosentum, sondern nur ein sicheres Gespür für musikalische Details und ästhetische Nuancen, um jeden Song – egal ob einen fremden oder einen eigenen – in pure Magie zu verwandeln. Das Trio wird in bei dem Konzert in Nürnberg durch den Schlagzeuger James Maddren ergänzt.


Lucia Cadotsch - Gesang / Kit Downes- Piano, Orgel / Phil Donkin - Bass /James Maddren - Schlagzeug


Yazz Ahmed 
Die Londoner Organisation „Tomorrow’s Warriors“ ist schon etwas besonderes – nicht nur, weil dort seit 30 Jahren junge Jazz-Talente entdeckt und gefördert werden, sondern auch, weil dort Strukturen geschaffen werden, um auch (kultur)politische Impulse setzen zu können und der britischen Jazzszene stets neue Rahmenbedingungen zu geben. Auch die 1983 in London geborene Trompeterin und Flügelhornistin Yazz Ahmed hat dieser Organisation viel zu verdanken, weil sie von „Tomorrow’s Warriors“ den Auftrag bekam, mit „Polyhymnia“ eine Suite zu komponieren, mit der sie verschiedenen Künstlerinnen ein musikalisches Denkmal setzte. Das war 2015, seitdem gehört Ahmed, die bis zu ihrem neunten Lebensjahr in der Heimat ihres Vaters, Bahrain, aufwuchs, zur Speerspitze des Londoner „Jazz-Movements“ etwa um Shabaka Hutchings oder Nubya Garcia.Nach Nürnberg zum NUEJazz Festival kommt Ahmed mit ihrem langjährigen Quartett. Mit Vibrafon und Rhythmusgruppe spielt die Trompeterin mit ihrer Band einen von ihr beschriebenen „Psychodelic Arabic Jazz“, mit dem sie seit geraumer Zeit international für Furore sorgt. Dabei kommt ein besonderes Instrument zum Einsatz, das sie sich extra bauen ließ: ein vierteltöniges Flügelhorn, mit dem sie die Maqam-Skalen der arabischen Musik spielen kann. Die lassen sie Brücken schlagen beispielsweise zwischen der rhythmischen Komplexität der improvisierten Musik westlicher Prägung und den mäandernden Melodien arabischer Musik oder dem emotionalen Cry des Jazz und dem rituellen Trance des Maqam.


Yazz Ahmed - Trompete, Flügelhorn / Jonny Mansfield - Vibraphon / David Manington - Bass / Martin France - Schlagzeug



Ermäßigungen gibt es für Schüler*innen, Studierende , Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstler*innen, Personen im Freiwilligen Soz./Ökol./ Kult. Jahr und Menschen mit Nürnberg Pass. Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung (B -Vermerk) erhalten gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises kostenlosen Eintritt.